#1 Tiere im Zoo? von Admin 14.11.2012 02:33

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Nachdem immer wieder Tiere im Zoo sterben, oder es zu Überfälle auf Menschen kommt, wird immer wieder die Frage aufgeworfen, ob wir Tiere im Zoo halten sollten, damit die Art erhalten bleibt bzw. damit wir naturfremden Menschen sie uns dort live anschauen können.

Ich finde einen Zoobesuch nicht erbauend, mir tun die Tiere dort sehr leid, ich möchte auch nicht eingesperrt sein. Ich bin generell gegen Tiere in Gefangenschaft.

Wie seht ihr das?

Seid ihr generell dagegen, oder sollen nur Großtiere nicht "ausgestellt" werden?

#2 RE: Tiere im Zoo? von biker 14.11.2012 14:59

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Generell gehören Tiere natürlich schon in ihre Freiheit ganz klare Sache.
Wir lassen uns ja auch ungern einsperren

Doch kommt es natürlich immer drauf an wie Tiere in nem Zoo gehalten werden und wie damit umgegangen wird.
Und in solchen Fällen sollte man lieber die Menschen dahinter unter die Lupe nehmen und schauen was es da zu verbessern gibt

#3 RE: Tiere im Zoo? von minelüdde 14.11.2012 17:14

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ich bin generell dagegen.
kein wildtier gehört in einen zoo!
den besuchern wird vorgegaukelt, wie gut es den tieren dort geht und wie "artgerecht" sie gehalten werden.
hinter den kulissen sieht es anders aus.
der überlebens- und konkurrenzkampf unter den zoos ist enorm.
wer keine "attraktion" zu bieten hat, geht unter.
das führt unweigerlich dazu, daß wildfänge aufgekauft werden. daß das verboten ist spielt für die zoobetreiber keine rolle.

die meisten tierarten, die vom aussterben bedroht sind, vermehren sich in gefangenschaft nur selten oder gar nicht.
da hätten sie in freiheit eine größere chance, ihre art zu erhalten.
von daher zieht dieses argument bei mir auch nicht.

und was mit überflüssigen fressern passiert, ist jawohl auch klar.
es gibt tiere, die sich schnell vermehren. die werden nicht kastriert, denn tierjunge ziehen immer publikum an.
sobald sie nicht mehr klein und niedlich sind, werden sie entsorgt um futterkosten und andere dinge einzusparen.

und wie so ein eingesperrtes wildtier sich fühlen muß.......naja, ohne worte
nur noch ein gedicht von rainer maria rilke......


Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille -
und hört im Herzen auf zu sein.

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